Zwei starke Partner für den westfälischen Handball
Seit dem 1. April ist es offiziell: Die Jugendabteilungen der Ahlener SG und des ASV Hamm-Westfalen treten ab der Saison 2025/26 gemeinsam an. Unter dem Namen „JSG Westfalen“, gehen fast 30 Nachwuchsteams von der Kreisklasse bis zu den höchsten Spielklassen an den Start. Rund 60 Trainer betreuen beziehungsweise trainieren die Mannschaften der Jugendspielgemeinschaft, davon mit Jugendkoordinator Andy Palm ein EHF-Mastercoach sowie mit Jens Gawer und Micky Reiners zwei aktuelle A-Trainer des Deutschen Handballbundes.
Geleitet wird die Spielgemeinschaft von Sebastian Elberg, mit ihm an der organisatorischen Spitze des neuen Zusammenschlusses stehen Micky Reiners und Jan Anton als Sportliche Leiter auf Hammer beziehungswese Ahlener Seite. Vor dem nun erfolgten offiziellen Start, der bereits vom Handballverband Westfalen bekanntgegeben worden ist, haben die Verantwortlichen viele Wochen mit der organisatorischen Vorarbeit alle Hände voll zu tun gehabt: Angefangen von der wirtschaftlichen Machbarkeit über personelle und infrastrukturelle Planungen bis hin zur konkreten Umsetzung und Durchführung von Sichtungstrainings.
„Allein die Zahl von fast 60 Trainerinnen und Trainern, die jetzt gemeinsam für ein Ziel im Einsatz sein, belegt beeindruckend, wie viel Power die JSG hat“, erklärt Sebastian Elberg, um gleich zu ergänzen: „Es zeigt aber auch, dass da vieles zu organisieren ist und viele Aspekte auf allen Ebenen zu berücksichtigen sind.“ Man habe sich die Entscheidung gerade auch nach der Rücksprache mit den Eltern nicht leicht gemacht, die Spielgemeinschaft schon zur neuen Saison zu starten, betont Micky Reiners. „Letztlich hat der Handballkreis uns eine der Hauptbedenken genommen, nämlich dass wir in den jüngeren Spielklassen nicht mit zwei Teams der JSG in einer Liga antreten dürfen“, so Reiners weiter. Ansonsten haben bei den Entscheidungsträgern die Vorteile eines Starts schon jetzt im Vergleich zu einem späteren Zeitpunkt überwogen.
Was nun das Ziel für die Zukunft sei? Darin sind sich die Verantwortlichen einig: „Aus Konkurrenten werden Partner. Unser Ziel lautet dabei: Alle Jungs und Mädchen aus der Region, die leistungsorientiert Handball spielen wollen und bestmöglich ausgebildet werden wollen, kommen zukünftig zur JSG“, so Elberg und Reiners. Gleichzeitig vergesse man aber auch nicht, dass man an den Standorten in Ahlen und Hamm auch eine Pflicht gegenüber allen Handballinteressierten habe, denen man weiter nachkommen wolle. Reiners: „Die Entscheidung, einmal leistungsorientiert diesen Sport auszuüben, fällt ja nicht im frühen Kindesalter. Von daher ist klar, dass wir auch der Basisarbeit verpflichtet sind.“
Zum Start sind bereits mehr als 500 Kinder und Jugendliche in der JSG organisiert. Bei den erforderlichen Trainingseinheiten gerade im Leistungsbereich bedeutet dies enorme Aufgaben hinsichtlich der Infrastruktur und des Personaleinsatzes. Elberg: „Darum drehte sich in den vergangenen Wochen natürlich ein großer Teil unserer Vorarbeit mit unzähligen Treffen in Hamm und Ahlen. Das gemeinsame Ziel war formuliert und wurde auch von der breiten Mehrheit mitgetragen. Mit diesem Arbeitsauftrag haben wir uns an die konkreten Vorbereitungen gemacht. Wir sind froh, dass die JSG nun offiziell gestartet ist – jetzt geht es natürlich mit der Arbeit im Grunde erst richtig los.“
Denn nun sind die Verantwortlichen dabei, weitere Themen wie ein gemeinsames Marketing, eine Sponsoren- und Förderersuche und die Ausstattung der Sportlerinnen und Sportler voranzutreiben. Auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit soll es fortan geben. Reiners: „Es geht natürlich darum, dass wir unsere Ziele und die Qualität der Arbeit bekannt zu machen.“ Ein Vorteil sei dabei, dass man gerade seitens des Männer-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen ja seit Jahren professionelle Strukturen habe, von denen man auch im Jugendbereich den ehrenamtlichen Strukturen profitieren könne, so Elberg. Außerdem verfügen beide Partner aus ihrer Vereinsgeschichte heraus über Fusionserfahrungen.
Sportlich geht es für die JSG-Mannschaften nach den Osterferien los, wenn die ersten Teams der jüngeren Jahrgänge in die Qualifikationsrunden einsteigen. In den Leistungsklassen hofft man beispielsweise bei der weiblichen B-Jugend auf eine erneute Bundesligaqualifikation, im Bereich der männlichen Nachwuchsteams auf Qualifikationen in der 2. Bundesliga-A-Jugend und der Bundesliga-B-Jugend. Die erste C-Jugendmannschaft hat wie die männlichen A- und B-Jugendmannschaften bereits einen Startplatz in der Regionalliga sicher.