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Drittes Heimspiel in Folge: ASG empfängt Aufsteiger Gensungen/Felsberg

Drittes Heimspiele in Folge. Und am Samstag wartet bereits die nächste Herausforderung auf die Ahlener SG: Um 18 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Jakob Schwabe die ESG Gensungen/Felsberg in der Friedrich-Ebert-Halle. Es ist der dritte Heimauftritt innerhalb von drei Wochen – und nach der bitteren 29:32-Niederlage gegen Team HandbALL Lippe II soll diesmal wieder ein Erfolgserlebnis her.

Die Ausgangslage ist dabei klar: Die ASG hat nach drei Spieltagen zwei Punkte auf dem Konto. Dem Auftaktsieg gegen den OHV Aurich folgten die Niederlage beim Team HandbALL Lippe II und zuletzt die unglückliche Heimniederlage gegen Lippe II. Gerade diese Partie dürfte der Mannschaft noch in den Knochen stecken. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 15:13-Führung zur Pause hatte Ahlen das Spiel lange im Griff, musste die Partie nach dem Seitenwechsel aber noch aus der Hand geben. 

Die nächste Chance wartet bereits

Viel Zeit zum Grübeln bleibt der ASG allerdings nicht. Denn genau darin liegt die Besonderheit dieser ersten Saisonphase: Kaum ist eine Partie beendet, steht bereits das nächste Heimspiel vor der Tür. Und die Friedrich-Ebert-Halle soll dabei erneut zum Faktor werden.

Gegen Aurich zeigte die ASG bereits, welche Energie von den Rängen auf die Mannschaft überspringen kann. 546 Zuschauer waren zuletzt gegen Lippe II dabei und erlebten eine ASG, die gerade in der ersten Halbzeit mit hoher Intensität, guter Ballbewegung und viel Druck auftrat. Daran gilt es anzuknüpfen – diesmal über die komplette Spielzeit. 

Die Marschroute für Samstag dürfte deshalb weniger kompliziert sein: Die positiven Elemente aus der Partie gegen Lippe II mitnehmen, die eigenen Fehler minimieren und über 60 Minuten konsequent bleiben.

Ein Aufsteiger mit breiter Brust

Mit der ESG Gensungen/Felsberg reist allerdings eine Mannschaft nach Ahlen, die mit reichlich Selbstvertrauen unterwegs ist.

Der Aufsteiger ist stark in die neue Saison gestartet. Zum Auftakt setzte sich die ESG beim MTV Großenheidorn mit 31:28 durch. Anschließend musste sich Gensungen/Felsberg zwar dem hoch eingeschätzten TuS Vinnhorst mit 33:38 geschlagen geben, zeigte dabei aber über weite Strecken, dass die Mannschaft auch gegen ambitionierte Gegner mithalten kann. Am vergangenen Wochenende folgte dann ein echtes Ausrufezeichen: Gegen den Wilhelmshavener HV drehte die ESG einen zwischenzeitlichen 21:25-Rückstand und gewann vor 650 Zuschauern mit 33:30.  Damit steht die ESG aktuell bei 4:2 Punkten und 97:96 Toren. Die Mannschaft von Trainer Fynn Welch rangiert damit vor dem vierten Spieltag im Mittelfeld der Tabelle. Die ASG geht mit 2:4 Punkten und 91:101 Toren in das Duell. 

Der Aufsteiger hat damit bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er in der 3. Liga angekommen ist.

Gensungen setzt auf eine kompakte Abwehr

Ein Blick auf die bisherigen Auftritte der ESG zeigt, wo eine der großen Stärken des kommenden Gegners liegt: Gensungen/Felsberg verteidigt kompakt und aggressiv und versucht, aus einer stabilen Defensive heraus ins Tempospiel zu kommen.

Beim Auftaktsieg in Großenheidorn war es insbesondere die 6:0-Abwehr, die nach einer schwierigen Anfangsphase den Schalter umlegte. Im Mittelblock überzeugte dabei unter anderem Franco Rossel, während Torhüter Lukas Voß ebenfalls wichtige Akzente setzte. Kreisläufer Julian Damm erzielte sechs Treffer. Auch gegen Vinnhorst hielt die ESG lange dagegen. Rückraumspieler Vince Schmidt und Max Bieber übernahmen Verantwortung, während Jannis Kothe und Julian Damm im Angriff ebenfalls wichtige Rollen einnahmen. 

Ein bekanntes Gesicht im ESG-Trikot

Für die Ahlener gibt es am Samstag außerdem ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Julian Damm.

Der Kreisläufer wechselte im Sommer 2025 von der Ahlener SG nach Gensungen/Felsberg und gehört dort inzwischen zu den Leistungsträgern. Bereits in der vergangenen Saison war er Teil der erfolgreichen ESG-Mannschaft, die sich vorzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga sicherte und damit den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machte. 

In den ersten drei Saisonspielen hat Damm seine Torgefahr bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Für die ASG-Defensive wird es deshalb unter anderem darum gehen, den Kreisläufer früh aus dem Spiel zu nehmen und die Räume für das Gensunger Angriffsspiel möglichst eng zu halten.

ASG will die eigenen Stärken wieder über 60 Minuten zeigen

Auf Ahlener Seite gibt es trotz der Niederlage gegen Lippe II genügend Gründe, mit Selbstvertrauen in die Partie zu gehen.

Die ASG hat bereits gegen Aurich gezeigt, dass sie vor eigenem Publikum hohes Tempo gehen und offensiv Druck entwickeln kann. Auch gegen Lippe II war die Mannschaft lange Zeit die spielbestimmende Mannschaft. Shawn Pauly und Shane Kerber erzielten jeweils sechs Treffer, Jonas Stüber kam auf fünf Tore. Entscheidend wird am Samstag sein, diese Leistung nicht nur phasenweise, sondern über die komplette Spielzeit abzurufen.

Denn Gensungen hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass die Mannschaft auch dann gefährlich bleibt, wenn sie zurückliegt. Gegen Wilhelmshaven drehte die ESG einen Vier-Tore-Rückstand und verwandelte die Partie in der Schlussphase in ein Handballfest. 

Friedrich-Ebert-Halle, drittes Heimspiel, nächste Chance

Die Ausgangslage verspricht damit einen intensiven Handballabend.

Die ASG will nach der bitteren Niederlage gegen Lippe II die nächsten Punkte einfahren. Gensungen/Felsberg kommt mit vier Punkten, reichlich Selbstvertrauen und dem Rückenwind des spektakulären Heimsiegs gegen Wilhelmshaven nach Ahlen.

Für die Ahlener geht es darum, den Heimspiel-Marathon mit einem Erfolg abzuschließen.

Samstag, 19. September, 18 Uhr. Friedrich-Ebert-Halle.

Drittes Heimspiel. Nächste Chance. Nächster Kampf um zwei Punkte.

Ahlen – wir brauchen euch! Gemeinsam AlleSGeben!